Am 18. November 1978 starben in Jonestown in Guayana über 900 Mitglieder der religiösen Gemeinschaft Peoples Temple. Es war der grösste Massenselbstmord, der von einer amerikanischen Sekte begangen wurde. Die Peoples Templer hätten nicht sterben müssen, wenn man die Bedrohungsszenarien der Sekte ernst genommen hätte. Zu diesem Schluss kam das FBI. Allerdings erst 15 Jahre später, nachdem im Februar 1993 eine zweite grosse Sektentragödie im texanischen Waco 82 Menschen das Leben gekostet hatte. Über Wochen hatte das FBI die Zentrale der Davidianer wegen Verdachts des Kindesmissbrauchs belagert. Die Sekten-Mitglieder reagierten mit abstrusen Auslegungen der Offenbarungen des Johannes und fanden in der Selbstverbrennung die ihrer Ansicht nach angemessene apokalyptische Lösung. Überkommene Glaubensvorstellungen haben in allen drei grossen monotheistischen Religionen ein grosses Reaktivierungspotenzial. Oft nur von verschwindend kleinen Gruppen neu interpretiert, finden hanebüchene religiöse Heilsideologien immer wieder Eingang in die Weltpolitik. In den traditionell stark religiös geprägten USA hat der massenhafte Umzug in die Vororte religiösen Gemeinschaften einen starken Aufschub gegeben schlicht ob des Mangels an anderen sozialen Angeboten.

Hans G. Kippenbergs Studie über «Gewalt als Gottesdienst. Religionskriege im Zeitalter der Globalisierung» zeigt die realen Folgen des religiösen Eifers.
272 Seiten, Beck Verlag, 2008
19,90€, ISBN 978-3406494666
Von F. William Engdahl
Im Westen ist das Bild des Dalai Lama so gut verkauft worden, dass er in manchen Zirkeln fast wie ein Gott verehrt wird. Während wir hier das spirituelle Leben des Dalai Lamas außer acht lassen wollen, ist es wichtig, einmal einen Blick auf diese Zirkel zu werfen, mit denen der Dalai Lama bei den Reisen Zeit seines Lebens am meisten Kontakt hatte. Dabei fällt auf: Der Dalai Lama reist in eher politisch konservativen Kreisen.
Was heute oft vergessen wird, ist dass die Nazis (unter ihnen auch der Gestapo-Chef Heinrich Himmler und andere Naziführer) in der 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Tibet als eine heilige Stätte der überlebenden von Atlantis betrachtet und auf dem Hochland der Ursprung der reinen Rasse der Arier vermutet haben.
Mit elf Jahren war der Dalai Lama mit einem Nazi und Offizier der gefürchteten SS von Heinrich Himmler befreundet. Dieser Freund, Heinrich Harrer, ist weit entfernt von dem Bild, welches der populäre Film “Sieben Jahre in Tibet” mit Brad Pitt von ihm zeichnete. Harrer war zurzeit, als er den Damai Lama traf und sein Lehrer über die “Welt außerhalb Tibets” wurde, ein Elitemitglied der SS.
Auch wenn niemand so genau weiß, was Harrer in diesen Privatstunden unterrichtet hat, ganzen Beitrag lesen… »
Zürich - Im Kampf gegen den Teufel rüstet die katholische Kirche auf. «Ich wünsche mir persönlich, dass das Bistum Chur einen Exorzisten einstellt», sagt Domherr Christoph Casetti von der Churer Bistumsleitung. Papst Benedikt XVI. hatte vergangene Woche angekündigt, weltweit mindestens 3000 zusätzliche Exorzisten zu berufen.
Sein Kollege Luigi Griffa, für die Kantone Waadt und Neuenburg zuständig, erklärt: «Ich habe viel zu tun, bekomme ständig Anrufe aus der ganzen Schweiz.»
In den übrigen Schweizer Diözesen werden Teufelsaustreibungen bisher von bedarfsweise bestellten Priestern vollzogen. «Diesen Leuten mangelt es oft an Ausbildung», begründet Casetti den Wunsch nach eigenen, speziell geschulten Exorzisten.
Mit ihrer Offensive ist die Schweizer Kirche in guter Gesellschaft. 2004 tagte in Mexiko die erste internationale Exorzismus-Konferenz; ein Jahr später bot die päpstliche Universität Athenaeum Regina Apostolorum erstmals Exorzismus-Kurse an. In Polen soll auf Betreiben eines Priesters ein Exorzismus-Zentrum entstehen. Im deutschsprachigen Raum haben spektakuläre Exorzismus-Skandale, bei denen Menschen ums Leben kamen, den Tatendrang der Teufelsaustreiber gebremst. Als Folge der Erstarkung linientreuer Katholiken könnte diese Skepsis nun weichen.
Die deutsche Bischofskonferenz weigert sich bislang beharrlich, Teufelsaustreiber zu nominieren. Exorzist Amorth ist darüber verärgert: „Die Bischöfe müssen sich ihrer Schuld bewusst sein, wenn sie keine Exorzisten benennen.“
Kirchensumpf meint: Die katholische Kirche sollte endlich erkennen, das sie sich nicht mehr im Mittelalter befindet!
Scientology wehrt sich gegen die Beobachtung durch den Verfassungsschutz in Deutschland. Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat jetzt über eine entsprechende Klage zu entscheiden. In diesem Zusammenhang gab die Leiterin der Sekten-Info Nordrheinwestfalen , Sabine Riede, dem WDR ein Interview, wo und wie im Land die umstrittene Organisation agiert. Dabei operiert Scientology seit neuestem mit verschiedenen Tarnorganisationen. Im Moment sehr aktiv ist die “Jugend für Menschenrechte”, die ihre Broschüren vor Schulen und Jugendzentren verteilt. Es ist zunächst nicht erkennbar, dass es sich um Scientology handelt. Außerdem hat Scientology zum Beispiel das Nachhilfe-Angebot im Bereich der Schülerhilfe innerhalb eines Jahres bundesweit verdreifacht.
Auf die Frage des WDR.de: Warum ist Scientology ganzen Beitrag lesen… »

- Mittwoch 6. Februar, 14.30 Uhr, MDR
LexiTV: “Fasten” - Mittwoch 6. Februar, 16.30 Uhr, 3Sat
“Agypten: Der Hieroglyphen-Code” - Doku - Mittwoch 6. Februar, 22.30 Uhr, NDR
“Alles aus Liebe - Palliativmedizin” - Reportage - Donnerstag 7. Februar, 18.30 Uhr, Phoenix
“Kalt, riskant und gut fürs Karma” - Doku - Donnerstag 7. Februar, 20.30 Uhr, Eins Festival
“Die ältesten Heiler der Welt” - Doku




