
Der Jesuitenordens St. Georgen in Frankfurt am Main verweigert seinen Mitgliedern Unterhaltszahlungen an leibliche Kinder und Kontakt mit ihnen. Vor der katholischen Hochschule des Jesuitenordens protestieren Menschen mittels Sitzstreik dagegen, daß mehr als 3000 Kinder und Frauen katholischer Priester diskriminiert werden. Sie fordern eine Entschädigung und eine Entschuldigung dafür, daß der Orden – wie in vielen anderen Fällen auch – aktiv in ihre Familie eingegriffen hat. Man hat verhindert, daß die damaligen Väter, zu ihren Frauen und Kindern normalen Kontakt haben konnten. Ihnen wurde untersagt, Unterhalt zu zahlen. Man hat dafür gesorgt, daß die Kirche sein Erbe erhält. Im Münchner Provinzialat versucht man sich herauszureden, in Deutschland habe man nichts zu entscheiden. Sie müßten es besser wissen. Alle im Orden führend Tätigen schwören die gleichen Eide. Es gibt eine inhaltliche Einheit. Der Kreisverband der Linkspartei hat die Kirche aufgefordert, im Umgang mit Priesterfamilien die gültigen Gesetze zu achten. Eine andere Partei hat sich bisher nicht gewagt, dafür einzutreten.

… sie dürfen nicht singen!
Für die jungen Leute sei es eine Ehre gewesen, vom Chef der Rummelsberger Anstalten mit ihren rund 6.100 Mitarbeitern in 170 Häusern für ein „wissenschaftliches Buchprojekt“ ausgewählt zu werden. Darin sollte es um die persönliche Entwicklung von Jungdiakonen gehen – auch im Blick auf ihren Körper, ihre Sexualität und ihren Autoritätsglauben. Aber Pfarrer Karlheinz Bierlein meinte eher seinen Blick auf die jungen Körper. In insgesamt sechs Fällen hat er sich der gefährlichen Körperverletzung schuldig gemacht. Unter einem Vorwand habe er die Diakonschüler mit Metallklammern malträtiert. Auch mit Stock und Gürtel soll Bierlein zugeschlagen haben. Auf die Frage, ob er Schutzbefohlene auch sexuell bedrängt habe, antwortete Bierlein der



