- Die Religion ist Opium für das Volk -
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Auch Missionare sind kinderlieb

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Ein katholischer Priester soll vor mehr als 30 Jahren Schüler eines Internats in Bad Neustadt/Saale (Landkreis Rhön-Grabfeld) sexuell missbraucht haben. Der heute 71-Jährige von der Ordensgemeinschaft Missionare von der Heiligen Familie sei seines Amtes als Seelsorger in einem Altenheim in Nordrhein-Westfalen enthoben worden. Ende August hatte sich ein heute 50 Jahre alter Theologe aus dem Raum Nürnberg an das Bistum Würzburg gewandt und die Vorwürfe gegen den Missionspater erhoben. Noch am selben Tag, dem 27. August, habe das Bistum den Orden informiert, sagte ein Sprecher der Diözese Würzburg. Die Übergriffe auf die minderjährigen Buben sollen zwischen 1972 und 1976 erfolgt sein. Mittlerweile haben sich die Missbrauchsvorwürfe gegen Priester bestätigt. Im damaligen Internat des Missionshauses St. Kilian in Lebenhan (Landkreis Rhön-Grabfeld) habe der Priester Minderjährige sexuell missbraucht. Der Ordenspriester hat den mehrfachen sexuellen Missbrauch eingestanden. Deshalb bleibe er bis zum Abschluss der kirchenrechtlichen Voruntersuchung von seinen Pflichten entbunden. Danach würden kirchenrechtliche Schritte gegen den Pater eingeleitet.

Neue Erkenntnisse in der Erzdiözese Bamberg

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Die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen den Bamberger Domkapitular Otto M. weiten sich aus. Einem Bericht des Nachrichtenmagazins Focus zufolge überprüft die Staatsanwaltschaft den Freitod eines ehemaligen Schülers von M. Er soll als Jugendlicher vom damaligen Direktor des Bamberger Knabenseminars “Ottonianum” missbraucht worden sein. Ehemalige Mitschüler sagten dem Magazin, ihr Kamerad habe sich aus Verzweiflung darüber das Leben genommen.
Inzwischen hätten sich zudem zwei Pastoralassistenten des Erzbistums bei der Staatsanwaltschaft gemeldet. Sie seien damals ebenfalls von Otto M. im Internat missbraucht worden. Außerdem untersuche die Behörde die angebliche Zahlung von 20.000 D-Mark an die Eltern eines anderen missbrauchten Jungen. Das Geld soll M. als Hilfe für einen “bedürftigen Ottonianer” deklariert haben. Ein Sprecher des Erzbistums sagte dem Magazin, davon sei nichts bekannt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen M. wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen. Zu den bislang vier vermuteten Fällen könnten nun noch mindestens drei hinzukommen. Der heute 63-Jährige wurde wegen der Vorwürfe beurlaubt. In Gesprächen mit Diözesanvertretern wollte dieser sich nicht an die mutmaßlichen Übergriffe erinnern können. Strafrechtlich könnten die Vorwürfe inzwischen verjährt sein. M. war von 1976 bis 1991 Leiter des Internats. Die KirchenVolksBewegung “Wir sind Kirche” wirft dem Erzbistum Bamberg vor, versucht zu haben, das Geschehen zu verharmlosen oder gar zu vertuschen.

Pädophiler Kirchenrat im schweizerischen Murg

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Der 66-jährige Martin Joos macht aus seiner Neigung kein Geheimnis. Auf seiner eigenen Internetseite www.tinjo.ch beschreibt und verteidigt er pädophile Neigungen. Allerdings betont er immer wieder, er habe sich nichts zuschulden kommen lassen. Nach eigenen Angaben, die in der schweizerischen Zeitung “Blick” veröffentlicht wurden, hatte er 1985 eine Beziehung zu einem angeblich 15-jährigen Jungen. Dies alles geschah im Jahre 1985. Diese Taten sind demnach nach schweizerischen Recht, verjährt. Brisant wurde jetzt aber die Mitteilung das der 66-jährige ein katholisches Kirchenamt in schweizerischen Murg innehat. Murgs Kirchenratspräsident Urs Lachenmeier hat kein Problem, dass Martin Joos, bekennender Pädophiler ist. “Ich wusste, dass er zu seiner Veranlagung steht.” Er habe aber Verständnis für kritische ­Fragen. Sabine Rüthemann, Informa­tionsbeauftragte des Bistums St.Gallen, scheint über diese Sichtweise nicht begeistert: “Menschen mit pädophilen Neigungen benötigen therapeutische und seelsorgerische Begleitung. Unabhängig davon, ob sie sich pädophiler Straftaten schuldig gemacht haben oder nicht.” Die Aufsichtsbehörde, der Administrationsrat des katholischen Konfessionsteil des Kanton St. Gallen, ist anscheinend nach eigener Auffassung hier ohne Einfluss.
Der Administrationsrat des katholischen Konfessionsteils des Kantons St. Gallen nimmt dazu schriftlich Stellung. In der Mitteilung heisst es: “Die Kirchgemeinden sind öffentlich-rechtliche Körperschaften wie die Schul- oder politischen Gemeinden. Sie stützen sich auf staatliches Recht ab. Aufsichtsbehörde ist der Administrationsrat des Katholischen Konfessionsteils des Kantons St. Gallen. Ebenfalls eine staatskirchenrechtliche Organisation nach rechtsstaatlichen Prinzipien, ausserhalb des direkten Einflussbereichs der Katholischen Kirche beziehungsweise der Katholischen Hierarchie.”
Auch gibt es eine Stellungnahme des 66-jährigen Martin Joos zu dem BLICK-Artikel.

Diözese Augsburg entlässt Priester

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Die Diözese Augsburg entlässt zum Ende des Monats einen Priester aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Der 54-Jährige Pater T. hatte wegen sexuellen Missbrauchs eines Mädchens einen Strafbefehl über eine Bewährungsstrafe erhalten, teilte ein Sprecher des Ordinariats am Donnerstag mit. Der Fall war Anfang Juni bekanntgeworden. Damals hatte das Ordinariat den Geistlichen sofort beurlaubt. Gegen ihn war Mitte Juli vom Amtsgericht Neuburg an der Donau wegen sexuellen Missbrauchs ein Strafbefehl über 10 Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung erlassen worden. Der Beschuldigte hatte dagegen keinen Widerspruch eingelegt. Wie Christoph Goldt von der Diözese Augsburg mitteilte, wird Pater T. nun zum 31. August aus dem Dienst der Kirche ausscheiden. Der aus Indien stammende Ordensmann werde in seine Heimat zurückkehren.

Bamberger Priester leidet unter Gedächtnislücken

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In der Erzdiözese Bamberg soll ein Domkapitular und Personalchef der Diözese Otto M., seit 1976 jahrelang Schüler eines Internats sexuell missbraucht haben. Nach dem Bekanntwerden von Missbrauchsvorwürfen gegen einen ranghohen Geistlichen seiner Erzdiözese geht der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick schnell in die Offensive. Auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz zeigt er sich tief betroffen und stellt sich nachdrücklich hinter die Missbrauchsopfer. Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller dagegen hatte sich im Missbrauchskandal von Riekofen erst nach tagelangem Zögern der Öffentlichkeit gestellt. Der Erzbischof Schick bietet den Missbrauchsopfern Hilfe an. Denkbar sei beispielsweise, dass die Diözese eine Psychotherapie finanziere. Vier Betroffene haben sich laut Bistums-Sprecherin Elke Pilkenroth bislang an die Erzdiözese gewandt. Die ehemaligen Schüler eines Bamberger Internats beschuldigen einen 63 Jahre alten Domkapitular. Die Übergriffe sollen sich der Bistumssprecherin zufolge zwischen 1976 und 1991 ereignet haben. Der Beschuldigte gibt der Bistums-Sprecherin zufolge an, dass er “sich zum derzeitigen Zeitpunkt an nichts erinnern kann”. Komisch nur, das sich der 63-jährige Priester im Herbst 2007 im Beisein eines Mitarbeiters, eines Juristen und eines Psychologen mit einem heute 40 Jahre alten Mann getroffen hat, um eine Verschwiegenheitserklärung einzufordern. Der 40-Jährige gehöre zu den mutmaßlichen Missbrauchsopfern, an denen sich der Priester in den Jahren 1976 bis 1991 im katholischen Bamberger Internat Ottonianum vergangen haben soll

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